Funktionieren Google Search Ads für dein Business? Beantworte 6 Fragen und finde es heraus!

Search Ads haben das Timing auf ihrer Seite: Denn sie erscheinen genau in dem Moment, in dem der Kunde nach einer Lösung für sein Problem sucht und bereit ist, zu deinem Angebot ja zu sagen.

Aber nicht alle Produkte sind gleich gut für diesen Marketingkanal geeignet. Manche liefern einen viel höheren Return on Investment als andere.

Mit dieser Checkliste findest du heraus, ob Google Search Ads für dich (oder deinen Kunden) das richtige sind.

#1 Wissen die Leute, dass dein Produkt existiert?

Wenn du eine bekannte Marke oder ein bekanntes Produkt verkaufst, dann werden Menschen Google nutzen, um die besten Preise, Bewertungen und Bilder zu finden. Wenn du ein neues Produkt oder eine Abwandlung eines existierenden Produkts verkaufst, das noch keine große Nachfrage erfährt, wissen Menschen vielleicht noch nicht, dass es überhaupt existiert. Und wenn sie es wissen, kennen sie vielleicht noch nicht die richtigen Suchwörter, um es zu finden.

#2 Suchen überhaupt genug Leute nach deinem Produkt?

Das kannst du einfach herausfinden, indem du ein Keyword Tool benutzt. Für die erste Phase der Recherche empfehle ich Ubersuggest: Es funktioniert nämlich ohne Registrierung.

Das Google Keyword Tool (häufig die primäre Datenquelle für Search-Profis) ist nur über einen Google Ads Account zugänglich und stellt neuerdings nur sehr grobe Schätzungen zum Suchvolumen zur Verfügung, wenn du noch kein Geld für Google Ads ausgibst. Du solltest also zuerst wirklich Ubersuggest ausprobieren, auch wenn dir das Google Keyword Tool sonst überall empfohlen wird.

Beginne deine Recherche mit einigen Suchwörtern und -phrasen. Wenn dein Produkt insgesamt mindestens 1.000-Mal im Monat gesucht wird, dann solltest du Google Ads in Betracht ziehen.

#3 Wie sieht der Wettbewerb auf Google aus?

Gib dein Hauptkeyword in die Suchmaschine ein und schau nach, wer sonst noch Werbeanzeigen darauf schaltet. Wenn es etablierte Händler wie Amazon oder andere große Marken sind, dann wird es wahrscheinlich schwer, erfolgreich zu sein. Wenn der Kunde deine Werbeanzeige neben den anderen sieht, dann wird er wahrscheinlich bei dem ihm bekannten Anbieter bleiben.

Es gibt allerdings Ausnahmen. Wenn du ein sehr klares Alleinstellungsmerkmal (USP – Unique Selling Point) hast oder etwas mit regionalem Bezug verkaufst, dann ist es einen Versuch wert.

#4 Wenn du physische Produkte verkaufst: Wie viele Produktvarianten verkaufst du?

Ich habe schon öfter kleine Online-Shops gesehen, die Probleme hatten, weil die Kunden Auswahl sehen möchten (zwar auch nicht zu viel – aber dazu ein andermal mehr). Wenn du zum Beispiel eine Werbeanzeige für “Sofakissen” schaltest, aber nur zwei verschiedene Kissen verkaufst, wird der Kunde wahrscheinlich einen Blick auf deine Kategorieseite werfen und enttäuscht wieder gehen, weil er auf eine größere Auswahl eingestellt war, um das Traumkissen zu finden.

Um erfolgreiche Kampagnen zu fahren, solltest du mindestens fünf Produkte in jeder Kategorie haben, die du bewirbst. Es kann sein dass du auch mit weniger gute Ergebnisse erzielst, aber das ist schwieriger.

Unternehmen, die kleinere Kollektionen anbieten, haben mehr Erfolg mit visuellen Kanälen wie Google Shopping Ads, Facebook Ads oder Pinterest. Hier können Kunden auf den ersten Blick in den Suchergebnissen sehen, ob sie an diesem spezifischen Produkt Interesse haben, statt zuerst auf eine textbasierte Anzeige zu klicken.

#5 Wie konventionell oder massentauglich ist dein Produkt?

Search Ads funktionieren, wenn der Content, den du den Suchenden präsentierst, mit ihren Erwartungen übereinstimmt. Zielgruppen sind auf Google natürlich sehr unterschiedlich. Wenn du aber auf ein Mainstream-Suchwort bietest, dann wirst du mit Mainstream-Produkten auch am erfolgreichsten sein.

Wenn dein Angebot eher ein Nischenprodukt oder sehr spezifisch ist, du aber trotzdem auf generische Suchwörter nutzen willst, dann wird es schwierig, die Nutzer in Käufer zu konvertieren. Wenn du zum Beispiel eher unkonventionelle Mode verkaufst und auf das Suchwort “Schals” bietest, werden die entsprechenden User eher nicht an bunten Schals mit Glitzerfaden und angenähten Glöckchen interessiert sein. Auch in diesem Fall ist es ratsam, eher einen visuellen Kanal zu nutzen (Google Shopping Ads, Facebook Ads oder Pinterest – siehe auch oben).

Außerdem ist es auch eher hinderlich für den Erfolg deiner Kampagnen, wenn dein Produkt teurer ist, als der User es eventuell erwartet. Kunden klicken vielleicht auf deine Anzeige und landen auf deiner Seite, aber niemand mag überraschend hohe Preise; hier hast du keine Zeit, sie von der herausragenden Qualität deines Produkts zu überzeugen, bevor sie gehen, um günstigere Angebote zu finden.

All das dahingestellt: Wenn du ein Nischenprodukt verkaufst, das ein gutes Suchvolumen hat, dann kannst du gute Erfolge erzielen.

#6 Hast du Zeit und Geld, um Google Ads für dein Business erfolgreich einzusetzen?

Theoretisch sind Google Ads recht simpel: Du entscheidest, welche Keywords du anvisierst und wo deine Ads erscheinen sollen und dann schreibst du kurze Texte, die die Menschen auf deine Website bringen. Oder?

Leider ist es sehr viel komplizierter als das, eine erfolgreiche Google Ads Kampagne zu fahren. Es braucht Zeit und ein wenig Lehrgeld, um das zu schaffen. Erfolg ist nicht ab Tag eins zu erwarten. Stattdessen gilt es, Zeit und Geld zu investieren, um deine Kampagne zu optimieren: Tests durchzuführen, die Ergebnisse im Auge zu behalten, die Kampagne hier und da anzupassen, wieder die Ergebnisse anzuschauen… so läuft das ungefähr.

Du hast nach dem Lesen das Gefühl, deine Firma bzw. dein Kunde könnte von Google Ads profitieren? Probiere es!

Es gibt kein Mindestbudget oder feste Kampagnendauer, man kann also recht schnell loslegen. Und du hast tolle Möglichkeiten, dein Business auszuweiten, da du die Suchenden genau in dem Moment ansprichst, wenn sie nach deinem Produkt suchen.

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About Vikas Marketing and Christina

Über mich

Hi, ich bin Christina. Ich habe meine Faszination für Online Marketing zum Beruf gemacht: Zuerst als Account Strategist bei Google, dann als Marketing-Verantwortliche in verschiedenen Startups, heute selbstständig. Ich unterstütze meine Kunden mit einer Kombination aus Kreativität, analytischen Fähigkeiten und technischem Verständnis bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Kampagnen.

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